2000-2006 Verzeichnis der Quellenbestände zur Militärgeschichte


Projekt des Schweizerischen Armee-Archivs

Leitung
Sacha Zala

Redaktion
Rudolf Jaun und Sacha Zala

Mitarbeiter
Gérard Bagnoud, Samuel Brandner, Beat Brodbeck, Urs Dietrich, Derck Engelberts, Jérôme Guisolan, Thomas Hayoz, Lorenz Heiligensetzer, Zsolt Keller, Patrick Lüthi, Felix Mäder, Patrick Kammerer, Martin Reber, Markus Rickenbacher, Fritz Rigendinger, Stefan Schaerer, Matthias Schnyder, Armin Zürcher

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2000-2005 Documents Diplomatiques Suisses und Dodis

Online Datenbank DoDiS, <http://www.dodis.ch> of the Documents Diplomatiques Suisses. Diplomatische Dokumente der Schweiz. Documenti Diplomatici Svizzeri. (2000-2003 with the Research Group DDS)

Projektbeschreibung bei FORS:

Institutionen
Nationale Kommission für die Veröffentlichung diplomatischer Dokumente, Archivstrasse 24, 3003 Bern

AutorInnen
Antoine Fleury (Leitung), Mauro Cerutti, Marc Perrenoud, Sacha Zala, Klaus Ammann, Damien Carron, Dario Gerardi, Kathrin Marthaler. Haben ebenfalls teilgenommen: Michele Coduri, Eric Flury-Dasen, Sébastien Guex, Thomas Gürber, Roland Maurhofer, Therese Steffen Gerber, Luc Van Dongen

Bereiche

Aussenpolitik der Schweiz / Sicherheitspolitik / Neutralitätspolitik / Multilaterale Beziehungen der Schweiz / Bilaterale Beziehungen der Schweiz / Migrationspolitik / Aussenwirtschafts- und Finanzpolitik / Humanitäre Hilfe

Disziplinen
Politische Wissenschaft / Sozial- und Wirtschaftsgeschichte / Geschichte

Zeit

1945-1961

Raum
Schweiz, Europa, Nord- und Südamerika, Asien, Afrika, Australien, multilaterale und bilaterale Beziehungen (zu über 100 Ländern)

Beschreibung

1. Anfänge und Organisation des Forschungsprogramms:

Die Initiative, Dokumente für das Studium der schweizerischen Aussenpolitik und der internationalen Stellung der Schweiz zu veröffentlichen, wurde im Jahr 1972 von einer Gruppe junger Forscher ergriffen. Die 1975 gegründete “Nationale Kommission für die Publikation der Diplomatischen Dokumente der Schweiz” unter der Leitung von Jacques Freymond beschloss, für den Zeitraum von 1848 bis 1945 die Herausgabe von fünfzehn Bänden in Angriff zu nehmen. Diese vielleicht willkürlich anmutende Beschränkung erwies sich als realistisch in Anbetracht der Tatsache, dass dieses Projekt von einer ganzen Generation von Akademiker/-innen umzusetzen war. Gleichzeitig handelte es sich im Zusammenhang mit den in der Schweiz auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften breit angelegten Forschungsprojekten um ein sehr ehrgeiziges Unternehmen. Auf diese Weise entspricht jeder Band einem bestimmten Zeitraum, dessen Datierung sich an der Bedeutung der entsprechenden Periode orientiert: an grossen Ereignissen, Kriegen, Verhandlungen usw. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts verkürzt sich die Periode pro Band aufgrund der ständig wachsenden Anzahl von Dokumenten, was die Intensivierung der internationalen Beziehungen widerspiegelt. Die fünfzehn geplanten Bände für den Zeitraum von 1848 bis 1945, wovon einer in zwei Teilbänden, erschienen zwischen 1979 und 1997. Bevor diese erste, die Periode 1848-1945 abdeckende Serie fertiggestellt war, wurden Massnahmen zur Weiterführung der Forschungsarbeit für die Jahre von 1945 bis 1961 getroffen. Die Kommission für die Veröffentlichung der Dokumente wurde im Jahr 1992 umstrukturiert und deren Leitung Jean-Claude Favez anvertraut. Die Forschung wurde reorganisiert, um die Arbeit ununterbrochen und insbesondere mit Hilfe elektronischer Datenverarbeitung fortzusetzen. Auf diese Weise entstand die Datenbank DoDiS (www.dodis.ch), deren Informationen schrittweise über Internet zugänglich gemacht werden, während parallel dazu sechs 500-seitige Bände zu den entsprechenden Jahren publiziert werden. Der erste Band der neuen Serie, der Dokumente aus dem Zeitraum von Mai 1945 bis Mai 1947 enthält, wurde im Mai 1997, der zweite Band (Dokumente zwischen 1947 bis 1949) im April 1999, der dritte Band (Bd. 18, 1949-1952) im Sommer 2001und der vierte Band (Bd. 19, 1952-55) im Mai 2003 herausgegeben. Der fünfte Band (Bd. 20, 1955-58) erscheint 2004.

2. Forschungskonzept:

Zum ersten erstellten die Forscher/-innen eine Bestandsaufnahme aller Aktenbestände der Bundesverwaltung, die Aufschluss über den einen oder anderen Aspekt der internationalen Beziehungen der Schweiz und der Weltpolitik im allgemeinen zu geben versprachen. Die Initiatoren des Projekts wollten einen selektiven Zugriff auf die Dokumente vermeiden, welcher lediglich der Illustration spezifischer aussenpolitischer Entscheidungen der Schweizer Regierung dienen würde; in methodischer Hinsicht musste gewährleistet sein, dass keine Dokumente übergangen wurden, die in irgendeiner Weise eine Bestimmung der internationalen Stellung der Schweiz zu verschiedenen Zeitpunkten in der zeitgenössischen Geschichte erlauben. Daher stehen im Auswahlprozess diejenigen Dokumente an erster Stelle, welche die allgemeine aussenpolitische Orientierung der Schweiz erkennen lassen oder diese zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beeinflussen vermochten. An zweiter Stelle stehen Dokumente, die die Rolle der Schweiz in der internationalen Politik aufzeigen oder ihre Haltung zu einem bestimmten Ereignis oder Problem klären; an dritter Stelle folgen Berichte, Situationsanalysen, welche Originalinformationen enthalten oder den Standpunkt des Neutralen zu internationalen Ereignissen oder nationalen Ereignissen anderer Länder reflektieren, Anweisungen, Stellungnahmen, Notizen und Briefwechsel, die für das Verständnis einer bestimmten Angelegenheit unentbehrlich sind.

Ergebnisse

Die Reihe der DDS stellt für die Forscher/-innen einen Wegweiser dar, der sie zu wichtigen oder bedeutenden Aspekten der internationalen Beziehungen der Schweiz in den von den verschiedenen Bänden abgedeckten Zeiträumen führt. Damit ist ein wesentliches Ziel des Projekts erreicht, das darin besteht, neue Forschungsperspektiven zu eröffnen, die über das in der Historiographie bis anhin dominierende Thema der Neutralität hinaus gehen und sich mit anderen grundlegenden Aspekten der internationalen Beziehungen der Schweiz befassen. Die Anzahl Druckseiten beschränkt sich für die Serie 1848-1945 auf ungefähr 1000, für diejenige von 1945-1961 auf etwa 500 Seiten pro Band, wobei letztere durch die Datenbank DoDiS (www.dodis.ch) ergänzt wird, die weitere Dokumente aus dem Zeitraum von 1945 bis 1961 enthält. Die Datenbank enthält Informationen zu rund 4’800 Dokumenten, 9’700 Personen, 14’100 Organisationen und 3’100 geographische Bezeichnungen (Stand: November 2002). Der überwiegende Teil der Dokumente stammt aus der Zeit zwischen 1945 und 1952; darüber hinaus umfasst die Datenbank aber auch Bundesbeschlüsse bzw. -gesetze, Bundesratsbeschlüsse sowie Staatsverträge aus den 1930er – 1960er-Jahren. Rund 2’500 der insgesamt 4’800 Dokumente sind als elektronische Bilder verfügbar!

Methoden
Selektion von historisch relevanten Dokumenten zu einem breit verstandenen Begriff von Aussenpolitik aus den Beständen des Schweizerischen Bundesarchivs.
Erhebungsverfahren: Akten- und Dokumentenanalyse offen

Typ
Vom NF subventionierte Forschung; Eigenprojekt der Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften

Finanzierung
Forschungsgesuch beim SNF 9011-50070-98
Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten – EDA, Bundeshaus West, 3003 Bern
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW); Einzelne Universitäten

Beginn:  1992/04
Ende:     2007/04

 

1999-2000 La Svizzera italiana tra cronaca e storia

Progetto della Radio Televisione Svizzera di Lingua italiana (RTSI)

Comunicato stampa

Patrimonio di testimonianze sul Grigioni italiano

La Commissione regionale di Radiotelescuola pubblica la seconda parte di “La Svizzera italiana tra cronaca e storia” : il Grigioni italiano
Dall’inizio degli anni ’90, la Commissione regionale di Radiotelescuola, nata con la Radio e successivamente sviluppatasi con la Televisione, non ha più uno specifico spazio nei palinsesti della RTSI e assume un nuovo ruolo, quello di fare da ponte fra le esigenze del mondo scolastico (o educativo in genere) e la produzione di programmi radiotelevisivi. Concentra le sue attività:

sullo scambio di prodotti radio e televisivi per le scuole
sulla redazione di pagine speciali di Teletext
sull’organizzazione di simposi
sulla presentazione di esperienze pedagogico-didattiche originali nel Quotidiano TSI
sulla valorizzazione di documenti d’archivio RTSI/Fonoteca nazionale
sulla consulenza per iniziative RSI o TSI
sulle proposte di programmi specifici sia alla Radio sia alla TV
sull’attivazione di un sito radiotelescolastico nell’ambito del progetto Internet RTSI

La Svizzera italiana tra cronaca e storica

Il progetto La Svizzera italiana tra cronaca e storia è nato dalla collaborazione fra il settore Documentazione e Archivi della RTSI e la Commissione regionale di Radiotelescuola nell’ambito dell’impegno per la valorizzazione dei documenti sonori radiofonici di interesse storico. Con l’appoggio della Fonoteca Nazionale e dell’associazione Memoriav per la salvaguardia del patrimonio audiovisivo svizzero , la D+A sta mettendo in atto un programma di ricupero di questi documenti.
Particolare interesse ha suscitato la serie di trasmissioni Orizzonti ticinesi, andata in onda fra il 1952 e il 1974: dopo un accurato lavoro di documentazione e di selezione ne è nata un’antologia di voci e testimonianze di un periodo particolare della Svizzera italiana.
La pubblicazione curata da Manuela Pintus e Silvano Gilardoni comprende un libretto di accompagnamento con l’analisi del programma e la contestualizzazione storica dei documenti sonori. La Commissione regionale di Radioscuola ne ha promosso la pubblicazione in una serie di sei CD che illustrano l’evoluzione della città, della donna, dell’economia, della scuola, della montagna e della cultura nella Svizzera italiana dal dopoguerra fino alla metà degli anni Sessanta.
Un anno dopo, l’iniziativa si completa con la sezione dedicata al Grigioni italiano, la cui pubblicazione, curata dallo storico Sacha Zala, è pure stata resa possibile dal lavoro di ricupero e documentazione da parte della D+A della serie di emissioni radiofoniche Voci del Grigioni italiano.

Lo studio, corredato da due CD, si interessa questa volta all’arte, all’italianità, alla vita e alle vie delle quattro vallate di lingua italiana, dagli anni immediatamente successivi alla fine del Secondo conflitto mondiale, alle realtà che si affacciano sugli anni Ottanta. Arricchiscono le quattro rubriche momenti di vita così appassionanti come: "Incontro con Alberto Giacometti", "Bivio e la sua cultura italofona", "I problemi scolastici del Grigioni italiano", "La caduta dell’ultimo diaframma della galleria del San Bernardino", ecc…

I due confanetti possono essere richiesti presso la Radiotelevisione svizzera di lingua italiana, D+A, 6903 Lugano (e-mail: archivi@rtsi.ch)

1996-1999 NFP-42 Internationalisierungsstrategien

Internationalisierungsstrategien als Instrument schweizerischer Aussenpolitik

Institutionen:
Universität Bern / Historisches Institut, Unitobler, Länggassstrasse 49, 3000 Bern 9

AutorInnen:
Madeleine Herren (Leitung), Sacha Zala

Bereiche   Aussenpolitik / Geschichte der internationalen Beziehungen / Internationale Beziehungen / Diplomatiegeschichte / Internationalismus / Internationale Organisationen / Konferenz- und Kongresswesen

Disziplinen:
Sozial- und Wirtschaftsgeschichte / Politische Wissenschaft

Zeit:
1914 bis 1950er Jahren

Raum:
Schweiz und internationales System

Beschreibung:
Das Projekt beschreibt die gouvernementale Beschickung internationaler Zusammenkünfte und das staatliche Interesse an internationalen Organisationen als gouvernementalen Internationalismus. Diese Begrifflichkeit erlaubt die Erfassung breiter multilateraler Aktivitäten, die Bereiche abdecken, die zwar nicht die ‘Grosse Politik’ betreffen, dafür aber die für den Modernisierungsprozess relevanten aussenpolitischen Bemühungen um international kompatible Normen und Standards, sowie die Regelung des Wissenstransfers und die Sicherstellung grenzübergreifender Kommunikation. Der staatliche Internationalismus deckt demnach jenen Teil der Aussenpolitik ab, der speziell hochindustrialisierten Kleinstaaten einen Ausgleich zwischen ihrem ökonomischen Gewicht und ihrer an den Möglichkeiten der Grossmächte gemessenen politischen Bedeutungslosigkeit anbietet. Diese Form aussenpolitischer Profilierung manifestiert sich seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bei der offiziellen Beschickung internationaler Zusammenkünfte und der staatlichen Beteiligung an internationalen Organisationen, wobei die staatliche Beteiligung auch in die Grauzone semioffizieller und nongouvernementaler Veranstaltungen reichte.

Ergebnisse:
Im ersten Projektjahr konnte der Einsatz des gouvernementalen Internationalismus anhand der bundesrätlichen Beschlüsse zur Beschickung internationaler Konferenzen und Kongresse konkretisiert und quantifiziert werden. Einzelne Beispiele bestätigten die Aussagekraft des Konzeptes, das angeblich spezifisch schweizerische Eigenheiten auf dem Hintergrund multilateral Aktivitäten zu relativieren versteht. Die bisher auf den Zeitraum von 1933 bis 1945 bezogenen Untersuchungen diskutieren neben der durch Internationalisierungsstrategien vorgenommenen Positionierung der Schweiz im internationalen System, aber auch die Auswirkungen dieses Bereiches der Aussenpolitik auf die Organisationsstruktur der Verwaltung. Die Beschickung von einerseits politisch relevanten und andererseits technisch orientierten Veranstaltungen implizierte eine Kooperation zwischen dem Eidg. Politischen Departement und den Fachdepartementen, bedingte aber auch den Einschluss von verwaltungsfremden Fachleuten und Verbänden. Durch den Filter des gouvernementalen Internationalismus lässt sich demnach auch das Ringen des Eidg. Politischen Departements um die Leitung der schweizerischen Aussenpolitik sowohl gegenüber der restlichen Verwaltung als auch gegenüber von Verbänden und Fachpersonen aufzeigen.

Methoden:
Historische Quellenanalyse, Erhebung der schweizerischen Beteiligung an internationalen Konferenzen und Kongresse sowie an internationalen Organisationen anhand der Akten der Eidg. Departemente im Schweizerischen Bundesarchiv.
Erhebungsverfahren: EDV-Bearbeitung der Archivexzerpte.

Veröffentlichungen:
Madeleine Herren: Raubsilber aus Belgien: schweizerische Währungspolitik im Ersten Weltkrieg, in: Neue Zürcher Zeitung (20.10.1997): 11
Madeleine Herren: Weder so noch anders: schweizer Internationalismus während des Zweiten Weltkrieges, in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 47 (1997): 621-643.

Unveröffentlichte Berichte, Arbeitspapiere:
Madeleine Herren und Sacha Zala: Gouvernementaler Internationalismus am Beispiel der schweizerischenBeschickung internationaler Konferenzen und Kongresse 1914-1950. Paper präsentiert am Jahreskongress der Schweizerischen Vereinigung für Politische Wissenschaft, Balstahl, 1997.

Typ:
Vom NF subventionierte Forschung
Nationales Forschungsprogramm NFP Nr. 42

Stand: Abgeschlossen
Begin: 1996/08
Ende: 1999/07

Unveröffentlichte Berichte:

Madeleine Herren und Sacha Zala: «Internationalismus und Krieg», Arbeitspapier präsentiert der Arbeitsgruppe Aussenpolitik, August 1997.

Madeleine Herren und Sacha Zala: «Gouvernementaler Internationalismus am Beispiel der schweizerischen Beschickung internationaler Konferenzen und Kongresse 1914-1950», Arbeitspapier präsentiert am Jahreskongress der Schweizerischen Vereinigung für Politische Wissenschaft, November 1997.