Focus

2016-02-12 Tages-Anzeiger

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12. Februar 2016, Tages-Anzeiger
«These eines Alleingangs ist wenig plausibel»
Ein Interview mit dem Historiker Sacha Zala über die Rolle von Bundesrat Graber während der Öl- und Terrorkrise.
Sacha Zala
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2016-01-20 RSI

RSI

20. Januar 2016
RSI, Telegiornale
Das Geheimabkommen mit der PLO

Die Schweiz hätte auf Initiative des damaligen Bundesrates Pierre Gräber im September 1970 ein Abkommen mit der PLO, Palästinensische Befreiungsorganisation, abgeschlossen, um die rund 400 in einem Flugzeug der Swissair sowie zwei weiteren Maschinen in der Wüste Jordaniens festgehaltenen Geiseln zu befreien. So lautet die These eines Artikels der Neuen Zürcher Zeitung. Sacha Zala stellt die Ereignisse auf Basis der Analyse der in Dodis veröffentlichten zeitgenössischen Dokumente in einen breiteren internationalen Kontext.

 

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News

Die Macht der Archive

Das Schweizerische BundesarchivBereits am zweiten Tag der Oktoberrevolution von 1917 proklamierte Lenin feierlich, dass die Revolutionsregierung sofort die Veröffentlichung sämtlicher Geheimverträge in die Wege leiten werde. Die Bolschewisten brachen somit die Siegel der Archive des Zars und begannen bald, eine Reihe von Dokumenten in die Presse zu bringen. Ihre erklärte Absicht war es, die kapitalistische und imperialistische Diplomatie zu diskreditieren, welche die Welt in einen der grausamsten Kriege überhaupt gestürzt habe. Die Revolutionspropaganda erreichte ihr Ziel voll und ganz: Die Enthüllungen aus den Archiven des abgesetzten Herrschers landeten in den Zeitungen des ganzen Planeten und die internationale öffentliche Meinung erfuhr mit grosser Bestürzung von der Existenz verschiedenster Geheimabkommen zwischen den Grossmächten. Read more →

2016 Uni Bern (HS): Digital Diplomacy – Vom analogen Archiv bis zum World Wide Web

Grundzüge der schweizerischen Aussenbeziehungen in den 1960er und 1970er Jahren

Universität Bern • HS 2016
Digital Diplomacy – Vom analogen Archiv bis zum World Wide Web
HW-Übung (2-stündig)
Die Lehrveranstaltung richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die beabsichtigen, eigene Forschungen im Schweizerischen Bundesarchiv durchzuführen und mit digitalen Werkzeugen umzusetzen. Nebst einer vertieften Einführung in die Strategien zur Erforschung von Archivbeständen werden die Edition der Diplomatischen Dokumente der Schweiz und die Forschungsdatenbank Dodis (www.dodis.ch) eingehend erläutert und angewendet. Ausserdem werden im Laufe des Semesters Möglichkeiten für die digitale Umsetzung historischer Forschungsergebnisse diskutiert und umgesetzt. Ausgehend von verschiedenen thematischen Ansätzen sollen die Aussenbeziehungen der Schweiz exemplarisch untersucht werden. Von den Teilnehmenden wird erwartet, dass sie Archivdokumente analysieren und quellenkritisch diskutieren können sowie gewillt sind, sich in die relevanten digitalen Tools einzuarbeiten.

 

2016-07-05 RSI Rete Uno

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5. Juli 2016
RSI Rete Uno, Sempre in tinta

L’importanza della parola «noi»

      L'importanza della parola «noi»

 

Link: RSI Rete Uno

2016-06-01 Tages-Anzeiger

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1. Juni 2016, Tages-Anzeiger

«In seiner ganzen Länge sprengen»

Im Juni 1940 machte Gottlieb Duttweiler den Vorschlag, den Gotthardtunnel zu sprengen. Was heute völlig abwegig klingt, wurde damals ernsthaft diskutiert – und drang selbst zu Hitler durch.
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2016-06-01 Basler Zeitung

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1. Juni 2016, Basler Zeitung

«In seiner ganzen Länge sprengen»

Im Juni 1940 machte Gottlieb Duttweiler den Vorschlag, den Gotthardtunnel zu sprengen. Was heute völlig abwegig klingt, wurde damals ernsthaft diskutiert – und drang selbst zu Hitler durch.
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2016-05-31 RSI

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31. Mai 2016
RSI Rete Due, Attualità Culturale

Intervista con lo storico Sacha Zala

Online i documenti che attestano il grande lavoro diplomatico dietro i vari trafori del San Gottard.
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«Oggi la storia» est une émission de radio de la Radiotelevisione svizzera RSI. Elle poursuit l’idée d’approfondir en petit format, d’un point de vue historique et philosophique, différents thèmes ayant un rapport à l’actualité ou avec un jour anniversaire. L’émission présente des pensées, des enregistrements et des études d’académiciens qui, animés de leurs résultats quotidiens, pensées quotidiennes et autres raisons particulières, rendent possible un certain regard sur le présent et, simultanément, mettent en lumière des rapports, parfois invisibles mais réels et importants, avec le passé. Depuis 2012, Sacha Zala reçoit, ensemble avec d’autres historiens et philosophes italiens connus comme Emilio Gentile, Francesca Rigotti, Tommaso Detti ou Fabio Minazzi, «carte blanche». Ici seront épisodiquement mises à disposition les contributions en italien de Sacha Zala ainsi que les traductions allemandes d’Anna Magdalena Roner.

Das internationale Genf

Ginevra Heute ist der 17. September und es war der 17. September 1965, als der Delegierte des Bundesrates für Handelsverträge, Minister Paul Rudolf Jolles, einen langen, in besorgtem Ton abgefassten vertraulichen Bericht (dodis.ch/31687) zur Sitzfrage der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung, der UNCTAD, unterzeichnete. Was war geschehen? Im April 1965 hatte der UNCTAD-Rat in New York einstimmig beschlossen, das Sekretariat der UNCTAD am Sitz der Vereinten Nationen in Genf einzurichten. Im Sommer aber sickerten aus verschiedenen Hauptstädten Informationen durch, wonach die italienische Regierung beabsichtigte, den Sitz der UNCTAD nach Rom zu verlegen und mit einer Kampagne, die das Bild einer bereits von vielen anderen internationalen Organisationen verstopften Stadt zeichnete, Genf zu diskreditieren. Read more →

Der elfte September

Heute ist der 11. September oder in der amerikanischen Schreibweise «9/11». Für die Generationen, welche es erlebt haben, ist dieses Datum bereits eine ins kollektive Gedächtnis gemeisselte Zahl. Sicher erinnern sich alle, wo sie sich aufhielten, als sie die Nachricht erreichte, dass islamische Terroristen mit Verbindungen zu Al-Qaida vier Zivilflugzeuge entführt und sie in die Zwillingstürme des World Trade Center von New York, gegen das Pentagon in Washington und in ein Feld von Pennsylvania gelenkt hatten. Den Anschlägen fielen ungefähr 3’000 Menschen zum Opfer. Read more →

Der Grosse Krieg und der Eiserne Vorhang

Saint-Germain-en-LayeEr hallt noch in unseren Ohren nach, der sommerliche Medienrummel vor zwei Jahren aus Anlass des 100. Jahrestags des Ausbruchs des Grossen Krieges von 14/18. Der Erste Weltkrieg fegte drei europäische Kaiserdynastien von ihrem Thron und verbannte ihre letzten gekrönten Häupter auf die Schattenseite der Historie. Genau heute vor 97 Jahren, am 10. September 1919, unterzeichneten die Vertreter der alliierten Siegermächte und des besiegten Österreichs in der ehemaligen Residenz der Könige von Frankreich, im Schloss von Saint-Germain-en-Laye, den eben nach diesem Ort benannten Vertrag. Read more →

La gran sterzata da sinistra a destra

Dagen H
Oggi è il 3 settembre e il 3 settembre 1967, alle ore 5 del mattino, ebbe luogo la più grande sterzata da sinistra a destra della storia svedese. No, non stiamo parlando di un terremoto politico ma del «Dagen H», il giorno che rivoluzionò la circolazione stradale in Svezia, cambiando la direzione di guida da sinistra a destra. Con questa inversione di rotta, la Svezia passò di colpo nel campo della maggioranza stradale: circa i due terzi dell’umanità, infatti, oggi circola a destra. Ci sono però ancora 59 paesi o territori con il senso di marcia a sinistra, prevalentemente si tratta di ex-colonie e domini britannici che raccolgono comunque più di 2,3 miliardi di persone. Read more →

Rousseau und der Fortschritt der Geschichte

Jean-Jacques_RousseauAm 28. Juni vor 204 Jahren wurde in Genf der Philosoph, Schriftsteller, Pädagoge, Naturforscher und Komponist Jean-Jacques Rousseau, einer der bedeutendsten Vertreter der Aufklärung, geboren. Berühmt wurde Rousseau 1750 mit dem philosophischen Traktat «Abhandlung über die Wissenschaften und die Künste». Das sechzigseitige Pamphlet war die Antwort des Genfer Philosophen auf die von der Akademie von Dijon ausgeschriebene Preisfrage «ob der Fortschritt der Wissenschaften und der Künste dazu beigetragen hat, die Sitten zu läutern.» Rousseau beantwortete die Frage vehement mit «Nein» und entwarf eine scharfe Kritik an der Zivilisation, die sich dem Naturzustand, in dem der Mensch das absolute Glück erfahre, entgegenstellt. Der wissenschaftliche Fortschritt habe der Menschheit also keine Vorteile gebracht. Read more →

Die Weissagungen des Herrn Stopper

Angelus Novus, Paul Klee

Angelus Novus, Paul Klee

Heute ist der 18. Juni und genau vor 53 Jahren, am 18. Juni 1963, verfasste Edwin Stopper, der Direktor der Handelsabteilung des Volkswirtschaftsdepartements, in einem vertraulichen Papier die Richtlinien der schweizerischen Handelspolitik für die kommenden Jahre. Das Dokument kann auf der Online-Datenbank Dodis der Diplomatischen Dokumente der Schweiz eingesehen werden (dodis.ch/30719). Stoppers Analyse ging von der Annahme aus, dass die damalige europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) – so hiess diese erste Säule der Europäischen Union (EU) von ihrer Gründung im Jahr 1958 bis zum Vertrag von Maastricht von 1992 – im Wesentlichen auf die sechs Gründerstaaten sowie die bis zu diesem Zeitpunkt beigetretenen Länder und die Türkei beschränkt blieb. Gemäss der Untersuchung des Chefbeamten sollte die EWG im industriellen Sektor protektionistisch bleiben, im Agrarsektor sich immer mehr in Richtung Autarkie bewegen und der Schweiz sollte es nicht gelingen, mit der Gemeinschaft ein Zollpräferenzabkommen abzuschliessen. Read more →

Der Rechner von «Oggi la storia»

Calcolatrice HP-65«Oggi la storia» ist, wie man auf der Website der Radiotelevisione Svizzera lesen kann, «eine Radiosendung, welche die Idee verfolgt, im Kurzformat verschiedene mit Aktualitäten oder Jahrestagen in Zusammenhang stehende Themen unter einem historisch-philosophischen Gesichtspunkt zu vertiefen.» Schon alleine der Titel ist nicht frei von philosophischen Implikationen: Der Begriff «Oggi» befördert uns unweigerlich in die Gegenwart und stellt sich der Vergangenheit von «la storia» entgegen. Auf den ersten Blick könnten wir es bei «Oggi la storia» also mit einer Aporie zu tun haben, einem unlösbaren Problem, da der Ausdruck einen unüberwindbaren Widerspruch zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit zu beinhalten scheint. Read more →

Kalkulationen, Berechnungen und Gedenkfeiern

Briefmarke Oslo 1000 Jahre-JubiläumGedenktage mit Festen, Staatsakten und Ansprachen gehören zur politischen Liturgie jedes Staates. Die runden Daten des Dezimalsystems, so die Hundertjahrfeiern, besitzen ihre eigene mathematische Ästhetik und einen hohen Grad an politischer Attraktivität. Vorletztes Jahr zum Beispiel gedachten wir des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren, und überall widerhallte das Getöse und Donnern der Kanonen, welche die Welt zwischen 1914 und 1918 erschütterten. Read more →

Von Drachen, Greifen und Luftspiegelungen

Die MirageHeute geht es um Drachen, Greife und Luftspiegelungen. Nein, wir unternehmen keine Exkursion in die Mythologie und wir sprechen weder von furchterregenden Monstern, die meistens in Gestalt von riesengrossen geflügelten Reptilien auftreten, die Feuer und Flammen spucken, noch von Fabeltieren mit Raubtierkopf und dem Körper eines Flügel tragenden Vierfüsslers. Auch nicht behandelt werden optischen Phänomene der Atmosphäre, die möglicherweise den phantastischen und aussergewöhnlichen Erscheinungen dieser mythologischen Wesen zugrunde liegen. Natürlich spielen wir hier auf die Namen von Kampfflugzeugen an, die in den letzten fünfzig Jahren über die politische Szene der Schweiz geschwirrt sind. Read more →

Das Klima Europas erspüren

Ban-Ki Moon und Thorbjorn Jagland at the COE, 2010«Der Europarat ist der Ort, wo wir aus nächster Nähe das ‹Klima› Europas erspüren können», erklärte Nationalrat Max Weber im November 1963. Vor dreiundfünfzig Jahren, am 6. Mai 1963, trat die Schweiz dem Europarat mit Sitz in Strassburg bei. In einer Zeit grosser Ungewissheit über die weitere Entwicklung der europäischen Integration und der transatlantischen Beziehungen hoffte nicht nur Nationalrat Weber, dass Bern Einfluss auf die Debatten dieses europäischen Forums nehmen konnte. Read more →

Die hundertjährige Bibliographie der Schweizergeschichte

Vor drei Jahren wurde die «Bibliographie der Schweizergeschichte» hundert Jahre alt. Gefeiert wurde das Ereignis in der Nationalbibliothek in Bern mit einem Workshop für die Mitarbeitenden zum Thema «Geschichtsbibliographien im digitalen Zeitalter». 1914, während des Krieges, entstand der erste Band zum Berichtsjahr 1913. Der Verfasser Felix Burckhardt entschuldigte sich in der Einleitung für die Verspätung von einem halben Jahr kurz und knapp: «Die Mobilisierung unserer Armee […] trägt die Schuld daran. Wann der nächste Jahrgang folgen kann, ist nicht abzusehen.» Read more →

… und es kamen Menschen

Svizzera-ItaliaHeute ist der 28. April und am 28. April 1970 erhielt das Politische Departement ein Telegramm des Schweizer Botschafters in Rom (dodis.ch/35599). Bundesrat und Wirtschaftsminister Ernst Brugger war anlässlich des Schweizer Tages an die Mustermesse nach Milano gereist. Die italienische Regierung beauftragte den neuen, für Emigrationsfragen zuständigen Unterstaatssekretär Alberto Bemporad, den hohen Gast zu empfangen. Read more →

Hitlers letzte Bombe

Vor 33 Jahren, am 25. April 1983, explodierte Hitlers letzte grosse Bombe. Die verantwortlichen Mitarbeiter der deutschen Wochenzeitschrift «Stern» präsentierten in Hamburg vor 250 Journalisten der internationalen Presse die Sensation des Jahrzehnts: Hitlers geheime Tagebücher, die der Reporter Gerd Heidemann nach abenteuerlichen Recherchen aufgespürt und für die astronomische Ziffer von fast zehn Millionen Deutsche Mark erstanden hatte. Drei Tage später begann der «Stern» mit der Publikation von ersten Auszügen aus den 62 Tagebuchbänden, die Hitler angeblich zwischen 1932 und 1945 verfasst hatte. Read more →

Von Aprilscherzen, Ochsen und Krebsen

Spaghettiernte im Tessin - ein Aprilscherz der BBC 1957 Heute ist der 1. April, und dieses Datum ist nunmehr zum Synonym für die Tradition des Aprilscherzes geworden, also für den Tag, an dem man sich einen Spass auf Kosten desjenigen erlauben kann, der nicht darauf gefasst ist oder der das Datum nicht weiss. Der Ursprung dieses in vielen Ländern verbreiteten Brauchs liegt im Dunkeln. Vielleicht gerade deswegen sind Dutzende von kühnen Theorien im Umlauf, welche versuchen, Licht in die Angelegenheit zu bringen, mich aber vermuten lassen, dass gerade sie Opfer des Scherzes werden, den sie zu erklären versuchen. Read more →