Focus

2016-02-12 Tages-Anzeiger

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12. Februar 2016, Tages-Anzeiger
«These eines Alleingangs ist wenig plausibel»
Ein Interview mit dem Historiker Sacha Zala über die Rolle von Bundesrat Graber während der Öl- und Terrorkrise.
Sacha Zala
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2016-01-20 RSI

RSI

20.01.2016
RSI, Telegiornale
Das Geheimabkommen mit der PLO

Die Schweiz hätte auf Initiative des damaligen Bundesrates Pierre Gräber im September 1970 ein Abkommen mit der PLO, Palästinensische Befreiungsorganisation, abgeschlossen, um die rund 400 in einem Flugzeug der Swissair sowie zwei weiteren Maschinen in der Wüste Jordaniens festgehaltenen Geiseln zu befreien. So lautet die These eines Artikels der Neuen Zürcher Zeitung. Sacha Zala stellt die Ereignisse auf Basis der Analyse der in Dodis veröffentlichten zeitgenössischen Dokumente in einen breiteren internationalen Kontext.

 

News

2016-06-01 Tages-Anzeiger

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1. Juni 2016, Tages-Anzeiger

«In seiner ganzen Länge sprengen»

Im Juni 1940 machte Gottlieb Duttweiler den Vorschlag, den Gotthardtunnel zu sprengen. Was heute völlig abwegig klingt, wurde damals ernsthaft diskutiert – und drang selbst zu Hitler durch.
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2016-06-01 Basler Zeitung

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1. Juni 2016, Basler Zeitung

«In seiner ganzen Länge sprengen»

Im Juni 1940 machte Gottlieb Duttweiler den Vorschlag, den Gotthardtunnel zu sprengen. Was heute völlig abwegig klingt, wurde damals ernsthaft diskutiert – und drang selbst zu Hitler durch.
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2016-05-31 RSI

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31. Mai 2016
RSI Rete Due, Attualità Culturale

Intervista con lo storico Sacha Zala

Online i documenti che attestano il grande lavoro diplomatico dietro i vari trafori del San Gottard.
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Von Drachen, Greifen und Luftspiegelungen

Die MirageHeute geht es um Drachen, Greife und Luftspiegelungen. Nein, wir unternehmen keine Exkursion in die Mythologie und wir sprechen weder von furchterregenden Monstern, die meistens in Gestalt von riesengrossen geflügelten Reptilien auftreten, die Feuer und Flammen spucken, noch von Fabeltieren mit Raubtierkopf und dem Körper eines Flügel tragenden Vierfüsslers. Auch nicht behandelt werden optischen Phänomene der Atmosphäre, die möglicherweise den phantastischen und aussergewöhnlichen Erscheinungen dieser mythologischen Wesen zugrunde liegen. Natürlich spielen wir hier auf die Namen von Kampfflugzeugen an, die in den letzten fünfzig Jahren über die politische Szene der Schweiz geschwirrt sind. Read more →

«Oggi la storia» ist eine Radiosendung der Radiotelevisione svizzera RSI, welche die Idee verfolgt, im Kurzformat verschiedene mit Aktualitäten oder Jahrestagen in Zusammenhang stehende Themen unter einem historisch-philosophischen Gesichtspunkt zu vertiefen. Die Sendung präsentiert Gedanken, Aufzeichnungen und Betrachtungen von Akademikern, die, angeregt von Alltagsereignissen, Gedenktagen und anderen besonderen Anlässen, einen Blick auf die Gegenwart ermöglichen und gleichzeitig die manchmal unsichtbaren, aber realen und wichtigen Verbindungen zur Vergangenheit ans Licht bringen. Von 2012 bis 2014 hat Sacha Zala zusammen mit anderen bekannten italienischen Historikern und Philosophen wie Emilio Gentile, Francesca Rigotti, Tommaso Detti oder Fabio Minazzi jede zweite Woche eine «carte blanche» erhalten. Hier werden in loser Folge die Beträge von Sacha Zala auf Italienisch und in deutscher Übersetzung von Anna Magdalena Roner zur Verfügung gestellt.

Von Aprilscherzen, Ochsen und Krebsen

Spaghettiernte im Tessin - ein Aprilscherz der BBC 1957 Heute ist der 1. April, und dieses Datum ist nunmehr zum Synonym für die Tradition des Aprilscherzes geworden, also für den Tag, an dem man sich einen Spass auf Kosten desjenigen erlauben kann, der nicht darauf gefasst ist oder der das Datum nicht weiss. Der Ursprung dieses in vielen Ländern verbreiteten Brauchs liegt im Dunkeln. Vielleicht gerade deswegen sind Dutzende von kühnen Theorien im Umlauf, welche versuchen, Licht in die Angelegenheit zu bringen, mich aber vermuten lassen, dass gerade sie Opfer des Scherzes werden, den sie zu erklären versuchen. Read more →

Bachs grosse Passion

Ausschnitt aus der Partitur der Johannespassion Ostern ist bekanntlich ein beweglicher Feiertag und fällt auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond, dieses Jahr auf den 27. März. An Ostern feiern die Christen die Auferstehung des nach den Berichten der vier biblischen Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes drei Tage zuvor, an Karfreitag, am Kreuz gestorbenen Jesus Christus. Mit der Formel des «solus Christus» stellte die protestantische Reformation Jesus und seinen Leidensweg ins Zentrum der Theologie, womit der Karfreitag zum höchsten Fest des Kirchenjahres wurde. Read more →

Von Ostpakistan zu Bangladesch

Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde durch den pakistanischen General Niazi Heute ist der 26. März, und es war am 26. März 1971, als das pakistanische Heer zur «Operation Searchlight» schritt und schlimme Gewalttaten an der nationalistischen bengalischen Bewegung verübte. Diese hatte sich gebildet, um die politische, ethnische, sprachliche und wirtschaftliche Diskriminierung im damaligen Ostpakistan zu bekämpfen. Obwohl es den pakistanischen Streitkräften gelang, den Führer der Bengalischen Volksliga festzunehmen, erklärte diese die Unabhängigkeit von Bangladesch – noch heute wird am 26. März der Nationalfeiertag der Volksrepublik Bangladesch begangen. Read more →

Die Zeiten der Zeit

Ausschnitt aus der Partitur der Matthäuspassion Mit 11 Minuten und 48 Sekunden braucht Otto Klemperer fast doppelt so lang wie der flinke Paul McCreesh, der dafür nur läppische 6 Minuten und 6 Sekunden benötigt. Unter 7 Minuten finden wir den brandneuen Rudolf Lutz, gefolgt von Nikolaus Harnoncourt, Stephen Cleobury, Helmuth Rilling, und um ein Haar auch die zwei Maestri Philippe Herreweghe und Ton Koopman, beide ex aequo mit 6 Minuten und 59 Sekunden. Sir John Eliot Gardiner wendete dafür bereits 7 Minuten und 1 Sekunde auf, und immer noch unter 8 Minuten folgen dicht auf ihn Sigiswald Kuijken und ausserhalb der Reihe, da in englischer Übersetzung, Leonard Bernstein mit 7 Minuten und 46 Sekunden. Read more →

Die Schweiz, anderswo

Eine DC-9 der Swissair Bei der Anerkennungspraxis von Staaten folgt die Schweiz der sogenannten Drei-Elemente-Lehre, was soviel bedeutet, dass die Anerkennung das Vorliegen eines Staatgebiets, eines Volkes und einer rechtmässigen Regierung voraussetzt.
Genau vor 48 Jahren, am 18. März 1968, legte der Chef des Juristischen Dienstes des Eidgenössischen Politischen Departements, Emanuel Diez, in einer vertraulichen Notiz Bericht ab von den Ergebnissen eines Gesprächs mit dem Generalsekretär der Swissair zur Lehre, die aus der letzten Landesverteidigungsübung gezogen werden sollte. Im Kriegsfall hätte die Swissair demnach beschlossen, die Langstreckenflugzeuge nach Mexiko, wo günstigere klimatische Bedingungen herrschten, oder nach Kanada, das möglicherweise politische Vorteile bot, zu verlegen. Read more →

Der andere grosse Diktator

Sarg Stalins «Zwei stämmige Sowjets trugen unseren […] Kranz, auf dem in goldenen Buchstaben die Worte ‹Der Schweizerische Bundesrat› standen. Dahinter gingen ich, meine Gattin und meine Mitarbeiter.», schrieb der schweizerische Gesandte in Moskau, Camille Gorgé, am 10. März 1953 in seinem Bericht nach Bern. «Die Prozession war ausgesprochen langsam, erst nach einer halben Stunde kamen wir […] am Leichnam Stalins vorbei, der inmitten einer Vielzahl von Grünpflanzen und Blumen, mit leicht angehobenem Oberkörper, in einem mit roter Seide ausgekleideten Sarg lag.» Read more →

Die Geisseln des Bacchus und die Muttergöttin

Dea Madre di TeglioEs ist Anfang März und auf der Alpensüdseite erwachen die Pflanzen aus der Winterruhe. Bei den Weinreben ist es wichtig, dass der Winterschnitt vor dem Beginn der neuen Vegetationsperiode vorgenommen wird. In diesem Sinne warnt ein Sprichwort aus der Volkstradition: Wer bis im März seine Rebstöcke nicht geschnitten hat, wird ohne Ernte ausgehen. Noch viel schlimmer als ein unterlassener Schnitt ist die Plage des Mehltaus: Read more →

Der Nachruf auf Wendell P. Bloyd

Fabrizio de André«Eines Tages wurde ich wegen den Frauen und dem Wein verhaftet, da es keine Gesetze gegen Gotteslästerung gab; es war nicht der Tod, der mich umbrachte, es waren zwei bigotte Wächter, die sich meiner Seele mit Schlägen ermächtigten.» Read more →

Das Jamboree der Schweizer Historiker

Am 9. Februar 2013 endeten die Dritten Schweizerischen Geschichtstage. Über 850 Geschichtswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen beteiligten sich während drei Tagen an den Arbeiten und folgten den rund 90 Panels und Podiumsgesprächen mit mehr als 450 Beiträgen von Referierenden aus der Schweiz und dem Ausland. Wenn man die Dimensionen des Landes und die wenigen Festanstellungen in der universitären Forschung und Lehre bedenkt, kann man diesen Anlass, der alle drei Jahre stattfindet, gewiss als grosses Jamboree der Schweizer Historiker bezeichnen. Read more →