Focus

2016-02-12 Tages-Anzeiger

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12. Februar 2016, Tages-Anzeiger
«These eines Alleingangs ist wenig plausibel»
Ein Interview mit dem Historiker Sacha Zala über die Rolle von Bundesrat Graber während der Öl- und Terrorkrise.
Sacha Zala
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2016-01-20 RSI

RSI

20.01.2016
RSI, Telegiornale
Das Geheimabkommen mit der PLO

Die Schweiz hätte auf Initiative des damaligen Bundesrates Pierre Gräber im September 1970 ein Abkommen mit der PLO, Palästinensische Befreiungsorganisation, abgeschlossen, um die rund 400 in einem Flugzeug der Swissair sowie zwei weiteren Maschinen in der Wüste Jordaniens festgehaltenen Geiseln zu befreien. So lautet die These eines Artikels der Neuen Zürcher Zeitung. Sacha Zala stellt die Ereignisse auf Basis der Analyse der in Dodis veröffentlichten zeitgenössischen Dokumente in einen breiteren internationalen Kontext.

 

News

2016-09-15 Neue Zürcher Zeitung

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15. September 2016, Neue Zürcher Zeitung

Neue Hinweise im Fall «Würenlingen»

In der palästinensischen Kommandogruppe, die 1970 den Terroranschlag von Würenlingen verübte, sind auch zwei Westdeutsche aktiv gewesen. Dies steht in einem zeitgenössischen Bericht der amerikanischen Bundespolizei FBI.
von Marcel Gyr
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2016 Uni Bern (HS): Digital Diplomacy – Vom analogen Archiv bis zum World Wide Web

Grundzüge der schweizerischen Aussenbeziehungen in den 1960er und 1970er Jahren

Universität Bern • HS 2016
Digital Diplomacy – Vom analogen Archiv bis zum World Wide Web
HW-Übung (2-stündig)
Die Lehrveranstaltung richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die beabsichtigen, eigene Forschungen im Schweizerischen Bundesarchiv durchzuführen und mit digitalen Werkzeugen umzusetzen. Nebst einer vertieften Einführung in die Strategien zur Erforschung von Archivbeständen werden die Edition der Diplomatischen Dokumente der Schweiz und die Forschungsdatenbank Dodis (www.dodis.ch) eingehend erläutert und angewendet. Ausserdem werden im Laufe des Semesters Möglichkeiten für die digitale Umsetzung historischer Forschungsergebnisse diskutiert und umgesetzt. Ausgehend von verschiedenen thematischen Ansätzen sollen die Aussenbeziehungen der Schweiz exemplarisch untersucht werden. Von den Teilnehmenden wird erwartet, dass sie Archivdokumente analysieren und quellenkritisch diskutieren können sowie gewillt sind, sich in die relevanten digitalen Tools einzuarbeiten.

 

2016-06-01 Tages-Anzeiger

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1. Juni 2016, Tages-Anzeiger

«In seiner ganzen Länge sprengen»

Im Juni 1940 machte Gottlieb Duttweiler den Vorschlag, den Gotthardtunnel zu sprengen. Was heute völlig abwegig klingt, wurde damals ernsthaft diskutiert – und drang selbst zu Hitler durch.
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«Oggi la storia» ist eine Radiosendung der Radiotelevisione svizzera RSI, welche die Idee verfolgt, im Kurzformat verschiedene mit Aktualitäten oder Jahrestagen in Zusammenhang stehende Themen unter einem historisch-philosophischen Gesichtspunkt zu vertiefen. Die Sendung präsentiert Gedanken, Aufzeichnungen und Betrachtungen von Akademikern, die, angeregt von Alltagsereignissen, Gedenktagen und anderen besonderen Anlässen, einen Blick auf die Gegenwart ermöglichen und gleichzeitig die manchmal unsichtbaren, aber realen und wichtigen Verbindungen zur Vergangenheit ans Licht bringen. Von 2012 bis 2014 hat Sacha Zala zusammen mit anderen bekannten italienischen Historikern und Philosophen wie Emilio Gentile, Francesca Rigotti, Tommaso Detti oder Fabio Minazzi jede zweite Woche eine «carte blanche» erhalten. Hier werden in loser Folge die Beträge von Sacha Zala auf Italienisch und in deutscher Übersetzung von Anna Magdalena Roner zur Verfügung gestellt.

Deckname «Acqua»

Plinio Zala «Bereits in meinem Bericht vom 18. November habe ich über die Möglichkeit der Ankunft einer grösseren Anzahl SS im Veltlin informiert […] Es sind Säuberungsaktionen gegen die Partisanen im Gang. Diese Aktionen schreiten von Süd nach Nord vor […] was erklärt, wieso sich Partisanen ins Bergell geflüchtet haben». Dies schrieb
der Informant mit dem Decknamen «Acqua» genau vor 72 Jahren, am 3. Dezember 1944, ans «Bureau Bernina» des Nachrichtendienstes der Schweizer Armee. Read more →

Mobutu und die Schweiz

Mobutu auf einer Banknote von Zaïre Am 26. November 1965 kommentiert Arturo Marcionelli, Schweizer Botschafter in Léopoldville, dem heutigen Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo, in seinem Politischen Bericht Nr. 7 an Bundesrat Friedrich Traugott Wahlen den Staatsstreich von General Joseph-Désiré Mobutu des vergangenen Tages. Marcionelli, ein Tessiner aus Bironico, war im Februar 1963 vom Bundesrat zum Botschafter von Léopoldville ernannt worden und kannte die Situation im Kongo daher gut. Lakonisch merkte er an, dass Mobutus Putsch der einzige mögliche Ausweg aus der Inkonsequenz, den Widersprüchen und dem Chaos sei, die das politische Leben des Landes seit seiner Unabhängigkeit dominiert hatten. Read more →

Die Zensur von der Staatsräson zur privaten Räson

Winston Smith ist ein 39-jähriger grüblerischer Mann, schmächtig und gebrechlich. Er arbeitet im Ministerium für Wahrheit (oder Miniwahr in Neusprech) in einem riesengrossen Gebäude, in dessen Untergeschossen sich gigantische Verbrennungsanlagen verbergen. Seine Aufgabe ist es, die bereits veröffentlichten Zeitungsartikel zu «korrigieren» und die geschriebene Geschichte den sich ändernden Bedürfnissen der Partei anzupassen. «Wer die Vergangenheit kontrolliert», lautet der Slogan der Partei, «kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.» Read more →

Zur digitalen Revolution und der Geschichte der Zukunft

Der Begriff «digitale Revolution» beschreibt den radikalen Wandel, den der Computer und die Digitalisierung der Information Ende des 20. Jahrhunderts in fast alle unsere Lebensbereiche gebracht hat. In Analogie zu den Industrialisierungsprozessen, die 200 Jahre früher zur industriellen Revolution geführt hatten, wird zuweilen von einer «zweiten Moderne» gesprochen. Die Bezeichnungen sind nicht so wichtig, unbestreitbar ist hingegen, dass diese Revolution unsere Kommunikation und folglich auch die Art und Weise und die Materialität, mit der sie für den Moment und für die Zukunft festgehalten wird, tiefgreifend verändert hat. Read more →

Die Verurteilung der Apartheid

Schild in Durban Vor vierundfünfzig Jahren, am 6. November 1962, verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution, welche die Rassendiskriminierungspolitik der südafrikanischen Regierung, die Apartheidpolitik, aufs schärfste verurteilte und von allen Mitgliedern der UNO verlangte, die diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Südafrika abzubrechen. Spätestens an diesem Tag im November 1962 wurde Südafrika zum Paria der internationalen Gemeinschaft. Mit einer internationalen Konvention von 1973 erklärte die UNO die Apartheid schliesslich zum Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die südafrikanische Politik zur ernsthaften Bedrohung des Friedens und der internationalen Sicherheit. Read more →

Die schöne Imperia

Die Statue der Imperia Imperias Busen ist üppig und wird nur knapp verhüllt vom Umhang, unter dem ein nacktes Bein lasziv hervortritt und so einen grossen Teil des Schosses freilegt. Die provozierende Schönheit steht am Hafeneingang von Konstanz, ist 10 Meter hoch und wiegt 18 Tonnen. Die Statue wurde vom deutschen Bildhauer Peter Lenk in Beton gegossen und 1993 aufgerichtet. Sie löste sofort eine grosse Kontroverse aus. Read more →

Der «Toblerone-Krieg»

Am 29. Oktober 1969 bereitete Raymond Probst den Gegenangriff in dem, was man als den «Toblerone-Krieg» bezeichnen könnte, vor. Probst war nicht irgendwer: Von 1980 bis 1984 wird er das Amt des Staatssekretärs beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten ausüben. Als bevollmächtigter Botschafter und Delegierter des Bundesrates für Handelsverträge war er bereits in den Sechzigerjahren ein Spitzendiplomat der schweizerischen Wirtschaftsdiplomatie. Was war geschehen? Read more →

Der grosse Diktator

Charlie Chaplin 1965 in AmsterdamEtwas mehr als ein Jahr nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, am 15. Oktober 1940, fand in New York die Premiere des Films «Der grosse Diktator» von Charlie Chaplin statt. Es war das erste vollständig als Tonfilm gedrehte Werk des grossen Schauspielers des Stummfilms. Chaplin spielte darin zwei Rollen: jene des verfolgten jüdischen Friseurs und als Parodie auf Hitler die Rolle Hynkels, des Diktators von Tomanien. Als Perfektionist, der er war, schrieb er zudem das Drehbuch wie auch die Musik, führte Regie, produzierte den Film und nahm sogar auf das Licht und die Kameraführung Einfluss. Zusätzlich legte er Einzelheiten der Kostüme und des Casting fest. Die Vereinigten Staaten waren 1940 noch ein neutrales Land und verschiedene Kreise konnten sich für den Film nicht begeistern. Read more →

Die Kubakrise

Kubakrise Vor vierundfünfzig Jahren lösten die Vereinigten Staaten von Amerika und die Sowjetunion um ein Haar einen Atomkrieg aus. Was in die Geschichte als «Kubakrise» einging, galt zusammen mit der Berlin-Blockade von 1948/49 als einer der kritischsten Momente des Kalten Krieges. Read more →